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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Wund-Bilder. Walter Raum und Wolfgang Borchert

Vorträge zur Ausstellung

Wie so viele ihrer Generation kehrten Wolfgang Borchert und Walter Raum 1945 aus dem Krieg in ein zerstörtes, zerrissenes Deutschland zurück. Der Schriftsteller Borchert schuf für diese Generation mit seinem Drama Draußen vor der Tür ein Mahnmal. Für sie, die Heimkehrer, lag alles in Trümmern, innerlich wie äußerlich. Sie kehrten heim in eine Welt voller Wunden, die sich wegen der fehlenden gesellschaftlichen Aufarbeitung nicht schlossen.

Während Borchert nach Kriegsende nur zwei Jahre blieben, um sein schmales, aber intensives Lebenswerk zu formen, dauerte Walter Raums Schaffen sechs Jahrzehnte. Zwei Männer der gleichen Generation, bereit, das Erlebte nach außen zu kehren. Der eine schrieb wie besessen in dem Wissen, nur noch kurz zu leben, während der andere sein Leben lang malte, jedoch erst 40 Jahre nach Kriegsende sein Schweigen brach und die Wucht der Leiderfahrung als Soldat in der Serie Wund-Bilder verarbeitete.

Die Ausstellung bringt erstmals die Werke dieser beiden Künstler zusammen, intensiviert so die Ausdrucksform des einzelnen und verdeutlicht die sowohl für Wolfgang Borchert als auch für Walter Raum so wichtige Mahnung: Nie wieder Krieg!

Walter Raum – Der verwundete Mensch
Vortrag von Dr. Tobias J. Raum

Walter Raum und Wolfgang Borchert – Die Wund-Bilder und der Knochengeneral
Vortrag von Prof. Dr. Hans-Gerd Winter

Aufgrund der Corona-Pandemie können wir die Ausstellung leider nicht wie geplant ab dem 7. April öffnen. Wir informieren Sie an dieser Stelle zu aktuellen Besuchsmöglichkeiten und Öffnungszeiten.

Den Flyer zur Ausstellung können Sie hier im Format PDF herunterladen (Dateigröße: 2 MB):
WUND-BILDER – WALTER RAUM UND WOLFGANG BORCHERT